30-11-2005: "Monat um Monat verging, bis ich mit leeren Händen dastand...!"
Wien - "Ein Patrick Mayer ist wie viele andere Stürmer-Talente nicht mehr existent", hatte Interims-Teamchef Willi Ruttensteiner Mitte Oktober mit Bedauern festgestellt.
Wie wahr - zu diesem Zeitpunkt zumindest. Eines der vielleicht nicht gerade bekanntesten, aber dafür größten österreichischen Talente hatte soeben eine brutale, Karriere-Bruchlandung hingelegt.
Ein sommerlicher Bauchfleck ins Abseits, mitverursacht durch blindes Vertrauen in den falschen Manager, mit der Konsequenz einer mehrmonatigen Stehzeit.
"Ein Wahnsinn, es ist das Ärgste, was einem jungen Spieler passieren kann", erzählt Mayer über die Zeit nach dem Vertragsende bei Vitesse Arnheim, wo er sechs Semester lang eine Elite-Ausbildung in der holländischen Fußball-Schule genossen hatte.
Gewichtsprobleme haben dem Vernehmen nach zum Ende in Arnheim beigetragen. Der 19-Jährige, der 2003 mit dem ÖFB-U17-Team EM-Bronze erobert hatte, spricht nicht so gerne darüber.
Erst Schnabelholz, später Nou Camp
Viel lieber erläutert der hängende Stürmer jene Ziele, die er in seiner Karriere noch erreichen möchte. Ehrgeizige Ziele, wie man sie als ambitionierter Jung-Profi haben sollte: "Ich möchte irgendwann in den nächsten Jahren bei einem wirklich halbwegs guten Verein in einer der besten Ligen spielen. Mit meinem Talent kann ich das auch erreichen, wenn ich hart an mir arbeite."
Barcelona oder Real wären ein Traum, AS Rom oder Inter Mailand ein Zuckerl. Nou Camp oder San Siro sind jedoch Zukunftsmusik, die Gegenwart heißt Schnabelholz.
In Altach wurde er zwecks Karriere-Restauration mit offenen Armen empfangen, beim Debüt gegen Kufstein ließ er bereits nach sechs Spielminuten mit einem Treffer Marke Tor des Jahres sein großes Talent aufblitzen (Sehenswert und EXKLUSIV im Sport1-Video).
Ein Sport1-Interview zwischen Träumen und Albträumen, in dem Mayer zu Vergangenheit und Neustart Stellung bezieht:
Sport1: Patrick, wie kam es zum Aus bei Arnheim?
Mayer: Ich wollte selbst weg und der Verein hat sich auch entschieden, dass es wahrscheinlich besser ist, wenn wir das ganze beenden. Deshalb haben wir den Vertrag im Mai auslaufen lassen. Es hat die einen oder anderen Probleme gegeben, auf die ich nicht genauer eingehen möchte. Manchmal war es ziemlich mühsam.
Sport1: Wie fällt dein Fazit über 3 Jahre Holland aus?
Mayer: Auf jeden Fall positiv! Alleine schon wegen der Auslandserfahrung, dass man in jungen Jahren ganz alleine irgendwo wohnt. Das ist eine harte Schule, durch die ich knapp 3 Jahre gegangen bin. Auch vom Fußballerischen her war es natürlich eine super Weiterbildung - die technisch hohe Schule der Holländer ist gemeinsam mit der französischen wahrscheinlich die beste der Welt.
Sport1: Du warst vorher in der Stronach-Akademie, hast also den direkten Vergleich: Was wird in den Niederlanden anders gemacht?
Mayer: Alleine technisch ist es wie gesagt auf einem viel höherem und schnelleren Niveau, man arbeitet viel mit ein oder zwei Mal berühren. Man sieht eh, wie jetzt bei Barcelona gespielt wird. Darauf trainieren die Holländer hin. Barca ist zurzeit die beste Mannschaft der Welt, weil sie so spielen unter dem holländischen Coach Rijkaard. So spielt man meiner Meinung nach Fußball. Das technische, schnelle Handeln mit dem Ball, Dribblings - das lernt man in Holland bis zur Perfektion.
Sport1: Hast du außer Altach noch andere Angebote gehabt? Im Sommer war von Anderlecht die Rede...
Mayer: Bei Anderlecht hat mir mein voriger Manager ein Probetraining von drei oder vier Tagen verschafft. Das war in der ersten Juni-Woche. Mein Manager hat gesagt, dass das jetzt noch nicht passt, also ist nichts daraus worden. Ein paar Wochen bevor ich zu Altach gekommen bin, habe ich ein Probetraining beim Karlsruher SC absolviert. Die hätten mich genommen, haben aber meinen körperlichen Zustand nicht akzeptiert. Es hätte ihnen zu lange gedauert, um mich wieder aufzubauen, daher wollten sie nicht das Risiko eingehen, Geld in mich zu investieren. Juni, Juli, August - vor diesem Probetraining habe ich drei, vier Monate kein einziges Training intus gehabt.
Sport1: Du bist sechs Monate gestanden, obwohl du als eines der größeren Talente Österreichs giltst? Wie frustrierend war das?
Mayer: Das große Problem war einfach, dass ich mich in meinem vorherigen Manager etwas verschätzt habe. Mein Vater und ich hatten die Sache in seine Hände gelegt und abgewartet. Der hat im Endeffekt jedoch nichts Konkretes gemacht. Deswegen bin ich dann solange gestanden. Ich habe ihn öfters angerufen, er hat gesagt: In Deutschland, in Belgien, in Holland sind Vereine, es ist aber nicht das Passende für dich. So ist eben Woche um Woche und Monat um Monat vergangen, bis ich mit leeren Händen dagestanden bin.
Sport1: Ein Wahnsinn für einen 19-Jährigen, gerade in diesem Alter muss man spielen...
Mayer: Sicher ist es ein Wahnsinn, es ist das Ärgste, was einem jungen Spieler passieren kann, dass er so lange steht. Das ist wie wenn man drei oder vier Monate verletzt wäre. Eine Katastrophe im Spitzensport. Jetzt im Nachhinein wissen mein Vater und ich, dass wir solch einen Fehler, diese Angelegenheit rein in fremde Hände zu legen, nicht mehr machen werden. Zum damaligen Zeitpunkt haben wir eben gehofft, dass es das Richtige ist. Herausgekommen ist letztendlich nichts.
Sport1: In Altach setzt Trainer Streiter auf junge Kräfte. Ein idealer Ort, um die ins Stocken geratene Karriere wieder zu beleben?
Mayer: Gemeinsam mit Max Hagmayr haben wir uns entschieden, Österreich anzupeilen. Er hat gemeint, Altach wäre aus verschiedensten Gründen perfekt für mich. Wenn ich nach den ersten Wochen Bilanz ziehe, hat er sicher recht gehabt. Ich habe mit Michael Streiter einen super Trainer erwischt, der sehr auf junge österreichische Spieler setzt. Zudem habe ich ein Umfeld, wo ich mich rein auf Fußball konzentrieren kann. Altach ist ja nicht wirklich eine Großstadt, da hat man nicht viele Möglichkeiten rauszugehen. In einer größeren Stadt lässt man sich vielleicht mal ein bisschen gehen mit seinen Freunden. Und es ist nun mal das Wichtigste, dass ich mich von meiner langen Stehzeit erhole, mich wirklich aufbaue und die Ziele, die ich vor Augen habe, wieder anstreben kann.
Sport1: Wie schwer ist der mentale Schritt zurück nach Österreich?
Mayer: Auf der einen Seite ist es sicher sehr, sehr schwierig, auf der anderen Seite ist es auch gut. Ich habe jeden Tag in Holland meine Heimat vermisst, meine Freunde vermisst, meine Familie vermisst. Von dem her ist es super, dass ich wieder zu Hause bin. Aber natürlich ist der Schritt zurück auch hart. Wenn man in jungen Jahren ins Ausland gegangen ist, wird einem eben nachgesagt: Der Bua hat's probiert, hat's aber net geschafft. Da muss man mental jedoch drüber stehen. Wenn man das schafft und hart arbeitet, schafft man es wieder zurück ins Ausland.
Sport1: Du hast die Rückkehr ins Ausland als Ziel angesprochen. Wie stellst du dir deine weitere Karriere vor?
Mayer: Das Ziel ist ganz einfach, irgendwann in den nächsten Jahren bei einem wirklich halbwegs guten Verein in einer der besten Ligen - Spanien, England, Italien, Deutschland bzw. Holland oder Frankreich - zu spielen. Es muss nicht unbedingt Real oder Barcelona sein, das ist aber nicht wirklich ein Ziel, das ist ein Traum. Ziel ist bei einem Mittelständler oder einem Verein, der vielleicht im UEFA-Cup mitspielt, Fuß zu fassen. Mit meinen Fähigkeiten und meinem Talent kann ich das auch erreichen, wenn ich sehr hart an mir arbeite. Davon bin ich überzeugt.
Sport1: Sprich die Einstellung, die zum Beispiel ein Markus Schopp hatte: Lieber bei einem kleinen Verein wie Brescia in der Serie A spielen und sich weiter entwickeln als gar nicht in Italien spielen?
Mayer: So sollte es sein. Alles, was noch höher rauf ginge, wäre ein Zuckerl. Wenn man wie Markus Schopp bei Brescia landet und dort spielt - was braucht man mehr? Damit wäre ich auf jeden Fall zufrieden, das wäre ein Ziel. Wenn es danach AS Rom oder Inter Mailand werden würde, wäre es ein Traum.
Sport1: Wobei das der zweite Schritt ist. Der erste ist, dass du einmal in Österreich erstklassig spielst...
Mayer: Ja, sicher, das ist eh logisch!
Sport1: Im Nationalteam warst du in beinahe allen Junioren-Auswahlen Stammspieler. Dieser Traum ist wohl auch längst nicht ausgeträumt, oder?
Mayer: Auf keinen Fall, das Nationalteam war für mich immer sehr, sehr wichtig. Es war immer ein Highlight, wenn ich nach zwei, drei Monaten wieder aus Holland runterfliegen konnte und fürs Nationalteam meines eigenen Landes spielen durfte. Egal, ob ich in Österreich oder im Ausland spiele: Das Nationalteam wird immer etwas besonderes bleiben!
Sport1: Du warst ja auch bei der U17-EM-Bronze-Elf dabei. Einige aus dieser Elf haben sich schon bestens entwickelt. Ein weiterer Ansporn?
Mayer: Sicher. Dober und Gercaliu sind im Nationalteam, Schiemer, Fuchs und Schicker waren auch in diesem Jahrgang. Die haben sich toll entwickelt und das sind alles super Typen und super Spieler! Deswegen sind sie auch dort hingekommen, wo sie jetzt sind. In Portugal haben wir bei der Bronze-Medaille mit den Besten mitgespielt - Spanien, Portugal, Italien, Deutschland.
Sport1: Zum Abschluss: Wo siehst du deine Stärken und wo deine Schwächen?
Mayer: Die Stärken sind Technik, Kreativität, Schuss, Dribbling und Spielgestaltung, Schwächen sind noch Kopfballspiel, Fitness und auch der taktische Bereich.
Das Gespräch führte Peter Altmann
Bron: Sport1

17-04-2002: Onder zestien zet in tweede helft orde op zaken
Oranje onder zestien heeft in Wychen Oostenrijk met 3-2 verslagen. Bondscoach Ruud Kaiser zag een 3-4-3
experiment in de eerste helft mislukken en zette de poppetjes na de rust in de traditionele 4-3-3. Het resultaat
mocht er wezen. Nederland tikte Oostenrijk van de mat maar zag het enorme veldoverwicht niet omgezet worden in
een grotere overwinning. “De uitslag was gezien het vertoonde spel inderdaad wat klein,” oordeelde Kaiser.
Nadat Oranje ten prooi was gevallen aan het opportunistische spel van spits Mayer, die voor de thee tweemaal
doel trof, zette Oranje de zaken recht. “Dat is het leuke van mijn werk. Ik ben nu in de gelegenheid te
experimenteren omdat het niet echt ergens om gaat. Tegen Oostenrijk kwam PSV-er Sjors Paridaans op het
middenveld steeds tegenover twee man te staan. Dat heb ik na de rust omgegooid.”
Met de triomf op Oostenrijkers zette onder zestien de goede lijn door. Van de afgelopen vijf duels boekte
de ploeg van Kaiser maar liefst vier overwinningen. “Maar dat is niet het belangrijkste. Deze jongens hebben
vooral heel goed voetbal laten zien,” sprak de trainer. “En dat geeft de burger moed.”
De huidige lichting van spelers onder zestien jaar speelt volgend jaar EK-kwalificatiewedstrijden in de
categorie onder zeventien. “Het is moeilijk om daar een voorspelling over te doen, maar we moeten – met
alle respect – de eerste ronde doorkomen.” Oranje speelt in oktober het eerste minitoernooi voor het EK in
Litouwen en treft buiten het gastland verder San Marino en Albanië.
Oranje moet daar bij de eerste twee om door te gaan naar de volgende – nieuw ingestelde – kwalificatieronde.
Alleen een eerste plaats op het hierop volgende kwalificatietoernooi geeft recht op deelname aan het EK.
“Het is dus moeilijker geworden om je te plaatsen, maar gezien de ontwikkeling van deze groep heb ik goede hoop.”
Oranje lijkt de teleurstellende drie nederlagen in oktober tijdens het Walker-toernooi achter zich te hebben
gelaten en blikt nu alleen nog vooruit. Bovendien is Ruud Kaiser na het debacle van vorige week tegen
Tsjechië met onder zeventien weer in the winning mood.
Statistieken:
16.04.2002
Sportpark de Wychert, Wychen
Oefeninterland
Oranje – Oostenrijk (onder zestien) 3-2 (2-2)
Scoreverloop: 10. Mayer 0-1; 24. Türk 1-1; 26. Mayer 1-2; 36. Axwijk 2-2; 75. Janssen 3-2.
Opstelling Oranje: Mike Römer (FC Groningen); Dielke van Eeuwijk (NEC), Dion Dickhoff (SC Feijenoord),
Sjors Paridaans (PSV), Ryan Holman (SC Feijenoord); Steef Nieuwendaal (Willem II), Oguzhan Türk (SC Heerenveen),
Urby Emanuelson (Ajax); Mustapha El Aamrani (AZ), Ryan Babel (Ajax) en Shutlan Axwijk (FC Groningen).
Wissels: 46. Armand van den Top (Vitesse) voor Römer; 46. Cees Keizer (Ajax) voor Emanuelson; 46. Michael
Timisela (Ajax) voor Dickhoff; 60. Tom Kalkhuis (Ajax) voor El Aamrani 70. Kees van Buuren (FC Utrecht)
voor Van Eeuwijk; 78. Dennis Schaap (FC Utrecht) voor Axwijk.
Scheidsrechter: S. van Teeffelen
Bron: www.knvb.nl
